Blomus Slow Living Essentials

SLOW ESSENTIALS - In Räumen, die bewusst gestaltet sind, entfaltet sich Ruhe wie ein eigener Werkstoff. blomus verbindet diese Haltung mit einer klaren Designsprache, die den Alltag entschleunigt und Objekten eine leise, aber konsequente Präsenz gibt. Im Zentrum steht eine Ästhetik, die Materialien ernst nimmt, Formen reduziert und Funktionen präzise denkt. Die Stücke schaffen einen Übergang vom täglichen Rhythmus zu Momenten des Innehaltens, in denen Wärme, Licht und Struktur zu Begleitern eines Slow-Living-Ansatzes werden. 

blomus - DIE LEUCHTE 


Die mobile Leuchte IRIS  ist ein Beispiel dafür, wie Design Charakter annehmen kann, ohne laut zu werden. Entworfen wurde sie von Sebastian Herkner, einem Designer, der für seine Balance aus Materialtiefe, sanften Farben und einer spürbaren Sinnlichkeit im Objekt bekannt ist. Seine Arbeit bewegt sich immer zwischen Klarheit und Emotionalität und genau das zeigt sich auch in IRIS.

Die Leuchte wirkt wie eine kleine, moderne Skulptur, deren Form bewusst reduziert ist, aber nie kühl. Sebastian versteht es, Objekte zu entwickeln, die man nicht nur sieht, sondern auch fühlt: Die weichen Übergänge, das ruhige Metallic Finish, das warme, atmosphärische Licht, alles folgt einer Idee, die weit über reine Funktion hinausgeht. Als portable Lichtquelle begleitet IRIS den Alltag flexibel. Sie steht im Wohnraum wie ein stiller Ruhepol, lässt sich aber genauso gut mit nach draußen nehmen: an Sommerabende auf der Terrasse, an herbstliche Wege ans Meer, an Orte, die danach verlangen, ein wenig weicher beleuchtet zu werden. Sebastian gestaltet Licht hier nicht als Technik, sondern als Atmosphäre, die Bewegung erlaubt und Nähe schafft.

bolmus - DAS KAMIN-SET 


Das ASHI Kaminbesteck und der ASHI Holzkorb greifen nicht nur die klare Blomus-Formensprache auf, sondern tragen einen Gedanken weiter, der im Slow Living eine zentrale Rolle spielt: Rituale werden wieder wertvoll. Das Zusammenspiel aus Metall, reduzierten Linien und durchdachter Funktion schafft ein Ensemble, das nicht bloß unterstützt, sondern einlädt. Der Holzkorb sammelt das Brennholz wie ein kleines Versprechen auf Wärme. 

Das Kaminbesteck liegt ruhig in der Hand, ohne Schnörkel, ohne Ablenkung. Diese Stücke lenken den Blick zurück auf das Wesentliche: das Knistern des Feuers, die Stille zwischen zwei Atemzügen, den Moment, in dem man sich mit einer Decke zurückzieht und der Tag langsam ausläuft. Es geht nicht um dekoratives Kaminromantik-Theater, sondern um eine Haltung. Die Wärme als Gegenpol zu Geschwindigkeit. Das Feuer als sanfter Mittelpunkt des Raumes. Diese Objekte schaffen ein Umfeld, das nicht nur schön wirkt, sondern spürbar entschleunigt 

bolmus - DIE MARKE 


blomus steht seit vielen Jahren für ein Design, das Ruhe vermittelt, ohne Bedeutung zu verlieren. Die Marke arbeitet mit Materialien, die nachklingen: Metall, Holz, Glas. Keine endlosen Inszenierungen, sondern klare Entscheidungen. Ein Objekt von blomus wirkt nicht wie ein Statement, sondern wie ein natürlicher Teil des Alltags, der sich in die Hand legt und sofort selbstverständlich wird. Die Designs entstehen aus einer Haltung, die sich mit dem Slow-Living-Gedanken verbindet: weniger Reiz, mehr Resonanz. Dinge, die lange bleiben. Dinge, die leise begleiten. Die Produkte schaffen Räume, die atmen. Räume, die man gern betritt, weil sie nicht überfordern, sondern tragen. 

blomus steht damit für ein Wohnen, das nicht perfektioniert, sondern geerdet ist. Für eine Atmosphäre, in der man sich sammelt, statt sich zu verlieren. Für Objekte, die nicht laut sind, sondern leise spürbar machen, was gute Gestaltung bewirken kann.
 

Elven Restaurant Vilnius

SLOW START - Vilnius besitzt diese besondere Mischung aus Melancholie und Aufbruch, eine Stadt, die architektonisch zwischen Geschichte und Gegenwart schwebt und dabei erstaunlich ruhig bleibt. Inmitten dieser zurückhaltenden Kulisse befindet sich das Elven, ein Restaurant, das sich wie ein kleiner Ruhepol anfühlt. Nicht aufgesetzt, nicht überinszeniert, sondern wie ein Ort, der dich sofort in ein langsameres Tempo zieht. Beim Ankommen nimmt man zuerst die Stille wahr. Dann das sanfte Licht, das sich über helle Flächen legt, und schließlich die Wärme, die aus einer sehr bewussten, aber unprätentiösen Gestaltung entsteht. Das Elven wirkt wie ein Raum, der Zeit sammelt und sie großzügig weitergibt. Hier beginnt ein Abend nicht mit Erwartung, sondern mit Loslassen. Und gerade das macht den Einstieg so besonders. 

Elven Restaurant - DAS DESIGN 


Das Interieur folgt der Kunst des Reduzierens, ohne je karg zu wirken. Alles ist ruhig, aber voller Subtext. Man spürt sofort, dass der Raum von Menschen gedacht wurde, die Materialität nicht als Funktion, sondern als Emotion begreifen. Helles Holz bildet das Fundament und schafft eine Wärme, die sich sofort auf die eigene Körperhaltung überträgt. Die Oberflächen sind matt, geölt, fühlbar. Eine Einladung, die Hand kurz über die Tischkante gleiten zu lassen. Die Steinflächen wiederum wirken wie eine abstrahierte Landschaft Litauens. Sie haben eine subtile Tiefe, fast wie ein Echo der Natur, das sich im Raum fortsetzt. 

Die Stoffe sind bewusst gewählt: feines Leinen, raue Struktur, klare Falten. Sie bringen eine menschliche Note in die ruhige Geometrie. Und dann das Licht: weich, streifend, ohne harte Schatten. Es schafft dieses nordische Understatement, das nichts dramatisiert, aber alles definiert. Orte wie dieser funktionieren nicht durch Überfluss, sondern durch Haltung. Das Elven zeigt genau das und macht es mit einer Selbstsicherheit die spürbar ist. 

Elven Restaurant - DIE GASTRONOMY WEEK 


Während der Gastronomy Week wird das Elven zu einer Art Erzähler, der regionale Produkte wie Charaktere behandelt, denen man zuhören möchte. Die Gänge sind präzise komponiert, aber nie überintellektualisiert. Sie bewahren die Natürlichkeit der Zutaten und heben gleichzeitig ihre versteckten Nuancen hervor. Der Auftakt ist oft zart: etwas Leichtes, Saisonales, das den Gaumen wach macht, ohne ihn zu überfordern. Eine Wurzel, die mit ihrer erdigen Süße überrascht. Ein Kräuteröl, das an Sommer erinnert, auch wenn draußen der Wind die Straßen leert. 

Die Hauptgänge verbinden diese nordische Klarheit mit einer fast poetischen Tiefe. Fisch, der auf den Punkt gegart ist, begleitet von fermentierten Noten, die Wärme in das Gericht bringen, ohne dominant zu werden. Fleisch, das schmeckt, als hätte man Natur in ihrer reinsten Form kurz angehalten. Zum Abschluss gibt es oft ein Dessert, das die litauische Landschaft abstrahiert: etwas Cremiges, etwas Bitteres, etwas Kaltes. Die Kompositionen wirken nie schwer, sondern wie ein kleines Innehalten vor dem Ende. Das Menü erzählt von Herkunft und Jahreszeit, aber auch von einem modernen Verständnis von Genuss, das nicht überladen muss, um im Gedächtnis zu bleiben.
 

Elven Restaurant - DAS KONZEPT 


Das Elven arbeitet mit einer klaren Überzeugung: dass gute Küche nicht laut sein muss. Dass Design nicht imponieren muss. Dass regionale Zutaten genug Kraft haben, um zeitgenössisch zu wirken. Der Ansatz ist fast philosophisch. Die Küche denkt in Texturen, Herkunft, Handwerk. Nicht im klassischen Sinne von Tradition, sondern mit dem Gedanken, wie man das Bekannte präziser, reiner, zeitgemäßer machen kann. Die Produkte werden nicht verändert, um aufregend zu wirken, sondern um ehrlich zu bleiben. 

Das Team hinter dem Elven hat verstanden, dass Esskultur in Vilnius längst mehr ist als ein Trend. Es ist ein Selbstverständnis, das immer stärker sichtbar wird: eine Verbindung von regionalem Stolz, internationaler Sensibilität und diesem besonderen baltischen Gespür für Ruhe. Das Konzept ist deshalb so stark, weil es nicht versucht, ein Erlebnis zu verkaufen. Es schafft eins. Ein leises, nachhaltiges, in dem jeder Gang, jedes Material und jeder Winkel des Raumes dieselbe Haltung teilt: Klarheit, Bewusstsein, und eine subtile Eleganz, die erst dann auffällt, wenn man sie wirklich fühlt. 

Elven Restaurant - DIE ATMOSPHÄRE 


Die Atmosphäre im Elven trägt eine stille Intensität, die man sonst nur aus gut kuratierten Ateliers kennt. Nichts drängt sich in den Vordergrund, und doch ist alles präsent: das gedämpfte Klirren von Porzellan, ein fast rhythmisches Treiben aus Küche und Service, Stimmen, die sich wie ein sanfter Hintergrundteppich verweben. Der Raum fühlt sich an wie eine langsame Bewegung, in der man selbst unwillkürlich ruhiger wird. Die Luft ist warm, aber klar, durchzogen von feinen Aromen, die sich nie aufdrängen, sondern eher wie ein Hinweis wirken. 

Genau diese Mischung aus Ruhe, Konzentration und natürlicher Eleganz macht den Aufenthalt so besonders. Man sitzt da, nimmt einen Schluck Wasser oder Wein, und merkt, wie man gedanklich plötzlich Platz hat. Das Elven schafft eine Atmosphäre, die nicht gestaltet wirkt, sondern gewachsen. Eine, die bleibt.
 

UNIQLO : C 2025 Herbst/Winterkollektion

LONDON AUTUM - London hat diese besondere Art, den Herbst leiser wirken zu lassen. Die Straßen, das Licht, die gedämpften Farben der Stadt bringen eine Ruhe mit, die perfekt mit klaren Silhouetten und funktionalen Schichten harmoniert. Genau dort setzen die Looks an: modern, urban, reduziert. Beide Outfits greifen die Essenz Londons auf und verbinden sie mit der präzisen Handschrift der UNIQLO : C Collection, die für intelligente Materialien und klare Formen steht.

UNIQLO : C - DIE LOOKS 

Der erste Look bewegt sich durch London wie eine zurückhaltende, durchdachte Komposition. Alle Stücke stammen aus der UNIQLO : C Collection, deren Fokus auf Komfort, eleganter Funktionalität und modernen Linien liegt. Das blaue Full-Zip-Cardigan und das dunkelgrauer Strickjacken-Sakko spiegeln die architektonische Ruhe der Stadt wider, während das oversized geschnittene Broadcloth-Shirt eine luftige Struktur schafft. Der PUFFTECH Half Coat, ebenfalls Teil der Kollektion, legt sich wie ein natürlicher Schutz über die Schichten – ein Begleiter, der im wechselhaften Londoner Wetter fast selbstverständlich wirkt. Die Soft Puffy Shoulder Bag fügt eine weiche, praktische Komponente hinzu und rundet den Look mit einem Hauch urbaner Nonchalance ab.

Der zweite Look bleibt ebenfalls vollständig in der UNIQLO : C Collection verankert, entfaltet sich aber dunkler und meditativer. Die tiefen Schwarztöne erinnern an die ruhigen Seiten Londons, an diese Momente am frühen Morgen, wenn die Stadt nur gedämpft zu atmen scheint. Der Balmacaan-Mantel setzt eine klare äußere Linie, während Lambswool, Milano-Rib-Strick und die weit geschnittene Faltenhose ein warmes, strukturiertes Innenleben bilden. Der Seamless Down Parka, fast unsichtbar integriert, bringt funktionale Wärme ohne visuelle Schwere. Zusammen entsteht ein Look, der sich anfühlt wie ein bewusster Spaziergang entlang der Themse, geprägt von Fokus, Ruhe und klaren Materialien.

UNIQLO - DIE MARKE

UNIQLO bringt die Fähigkeit mit, Funktionalität und Klarheit miteinander zu verbinden – zwei Eigenschaften, die im Londoner Alltag zu verlässlichen Begleitern werden. Die Marke arbeitet mit intelligenten Materialien, reduzierten Schnitten und einer unaufgeregten Ästhetik, die ihren Ursprung im Alltag findet. Diese Stücke wirken wie geschaffen für eine Stadt, die ständig in Bewegung ist und dennoch immer wieder ruhige Momente bereit hält. Genau deshalb fügen sich die Looks so natürlich in das London-Narrativ ein: Sie stehen für Einfachheit, Qualität und ein Bewusstsein für das, was ein gutes Kleidungsstück ausmacht.

Restaurant Ertlio Namas Vilnius

SLOW DINNER - Vilnius hat diese Art von Magie, die nicht versucht, dich zu beeindrucken. Die Stadt tut so, als würde sie neben dir herlaufen, während du ihre Altstadt erkundest, und plötzlich stehst du vor einer dieser Türen, die für Außenstehende unsichtbar bleiben. Ertlio Namas liegt genau an so einem Punkt. Bevor du es öffnen kannst, passiert schon etwas: Dein Atem wird ruhiger, die Geräusche der Straße klingen weiter weg, und die Hektik, die du mitgebracht hast, wirkt plötzlich fehl am Platz. Das Restaurant zwingt dich nicht zur Entschleunigung. Es erinnert dich nur daran, dass du sie gebraucht hast. Es fühlt sich an, als würde man in eine andere Zeitlinie treten, ohne nostalgisch zu werden. Wie ein Haus, das noch weiß, was Ruhe bedeutet.  

Ertlio Namas - DAS KONZEPT 


Ertlio Namas in der Altstadt von Vilnius fühlt sich an wie ein Ort, der dich leiser macht, noch bevor du eintrittst. Die schmalen Gassen entschleunigen, und im Inneren öffnet sich ein Raum, der mit Reduktion arbeitet: natürliche Materialien, warmes Licht, Holz und Stein, die ihre Geschichte behalten dürfen. Das Design wirkt nicht kuratiert, sondern gewachsen, fast meditativ. Diese stille Architektur bildet die Grundlage für eine Küche, die sich den gleichen Prinzipien verpflichtet: Zeit, Herkunft, Geduld. Das Menü basiert auf historischen litauischen Rezepturen und alten Techniken wie Fermentation, Räucherung oder Einlegen. Die Teller bleiben minimal, aber tief – Aromen, die Landschaft und Jahreszeit spiegeln, statt Trends hinterherzulaufen. 

Gerade während der Gastronomy Week zeigt das Restaurant, wie stark sein Konzept trägt. Während überall in Vilnius Pop-ups, Experimente und laute Inszenierungen stattfinden, bleibt Ertlio Namas ruhig und präzise. Die Küche fokussiert sich auf regionale Produkte, alte Sorten und Produzenten, die noch traditionell arbeiten. Jede Speise erzählt ein kleines Kapitel über litauische Identität, ohne Folklore zu imitieren. Das Restaurant beweist, dass entschleunigte Kulinarik nicht rückwärtsgewandt ist, sondern eine klare Vision für die Gegenwart und Zukunft hat: weniger Effekte, mehr Substanz. Ein stiller Ort, der lange nachhallt, gerade weil er nichts beweisen will.

Restaurant Ertlio - Gastronomy Week


Während der Gastronomy Week fühlt sich Vilnius an, als würde die Stadt für ein paar Tage tiefer atmen. Man läuft durch die kühlen Straßen, überall hängen Gerüche von Kräutern, Rauch, frisch gebackenem Brot in der Luft, und plötzlich merkt man, wie viel Liebe hier in Essen gesteckt wird. Die Restaurants öffnen ihre Türen ein Stück weiter als sonst, man spürt diese neugierige, offene Energie. Es ist eine Woche, in der man nicht einfach von Menü zu Menü springt, sondern langsam versteht, wie stark die litauische Küche mit ihrem Land verwoben ist. Man probiert Dinge, die man sonst übersehen hätte, und bekommt dieses Gefühl, dass man der Stadt näherkommt, ohne dass sie sich anbiedert. Genau hier entsteht die perfekte Brücke zu Ertlio Namas. 

Während viele Restaurants in der Gastronomy Week etwas lauter werden, bleibt dieses Haus so ruhig und geerdet wie immer. Und vielleicht macht es gerade das so besonders. Wenn man nach einem Tag voller Eindrücke dort eintritt, wirkt es, als würde jemand den Lautstärkeregler runterdrehen. Das Dinner fühlt sich nicht wie ein Programmpunkt an, sondern wie ein Ort, an dem man all das verarbeiten kann, was die Woche mit einem gemacht hat. Die historischen Rezepte, die stillen Aromen, die langsame Küche. Es passt exakt zu dem, was Vilnius in diesen Tagen zeigen will.
 

Ertlio Namas - DAS MENU

Während der Gastronomy Week öffnet Ertlio Namas das Menü wie ein kleines Archiv, das nur für diese Tage zugänglich ist. Das Dinner wirkt wie eine konzentrierte Übersetzung der litauischen Jahreszeit: Wild, das aus nachhaltiger Jagd stammt, Wurzelgemüse, das im Spätsommer seine Süße trägt, fermentierte Beeren, die Säure und Frische einbringen. Oft beginnt der Abend mit etwas scheinbar Einfachem wie hausgemachtem Brot und Butter, die nach Kräutern und Rauch erinnert, gefolgt von warmen, erdigen Suppen oder kleinen Tellern aus eingelegten und geräucherten Zutaten. Dann kommen die Hauptgänge, die das Prinzip der langsamen Küche spürbar machen: lange gegartes Fleisch, klare Fonds, Gemüse, das bewusst pur bleibt, statt effekthascherisch angerichtet zu werden. Jeder Gang hat diese stille Präzision, die nichts erklärt, aber alles fühlbar macht.

Zum Abschluss setzt das Restaurant auf Desserts, die nicht süß im klassischen Sinn sind, sondern aromatisch: Honig aus lokalen Imkereien, getrocknete Früchte, Kräutercremes, manchmal ein Hauch Rauch oder Fermentation. Zusammen ergibt das Dinner eine Art kulinarischen Spaziergang durch die litauische Landschaft, nur konzentrierter, tiefer, unmittelbarer. Es ist ein Menü, das man nicht „probiert“, sondern erlebt, weil es wie ein Zugehörigkeitsgefühl serviert wird. Und gerade während der Gastronomy Week, wenn die Stadt draußen im Festivalmodus pulsiert, wirkt dieses Dinner wie ein ruhiger, warmer Gegenpol, der die Essenz des Landes mit einer Klarheit zeigt, die man sonst selten findet.

Ertlio Namas - DAS DESIGN

Das Design von Ertlio Namas wirkt wie eine stille Einladung, langsamer zu werden. Die Räume sind bewusst reduziert, ohne je kühl zu erscheinen. Natürliche Materialien bestimmen die Atmosphäre: dunkles Holz mit sichtbarer Patina, Stein mit organischen Unebenheiten, Textilien in warmen Erd- und Grautönen. Alles wirkt unaufgeregt, als wäre es einfach gewachsen statt gestaltet worden. Wände in matten, gedeckten Farben fangen das Licht weich ein, während die Einrichtung zwischen handwerklicher Rustikalität und moderner Klarheit balanciert. Nichts schreit nach Aufmerksamkeit; jeder Tisch, jeder Stuhl, jede Fläche strahlt diese ruhige Selbstverständlichkeit aus, die man nur in Räumen findet, die ihre Geschichte nicht verstecken müssen.

Die Beleuchtung trägt entscheidend zur Atmosphäre bei. Gedämpftes, indirektes Licht und kleine Wandlampen schaffen sanfte Zonen, während Kerzen den Tischen eine fast intime Tiefe geben. Die Architektur zeigt ihre historischen Schichten ohne sie zu dramatisieren. Es entsteht ein Gefühl von Zeitlosigkeit, als würde das Haus selbst den Rhythmus des Abends bestimmen. Die Akustik ist weich, das Geschirr schwer, die Gläser schlicht; alles fügt sich in einen Raum, der nicht imponieren will, sondern begleiten. Dieses Design unterstützt das kulinarische Konzept des Hauses: ruhig, präzise und voller Respekt für Herkunft und Handwerk.

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