Kennst du das? Du schreibst vor dich hin und bist guten Mutes. Du weißt, was du sagen willst und wie du dem Leser dein Thema vermitteln wirst. Die Wörter sprudeln nur so aus dir heraus. Aber irgendwie klingt dein Text langweilig.

Er kommt nicht so richtig in die Gänge, begeistert dich nicht. Du hast Angst, dass dein Artikel nicht gelesen wird, obwohl du doch etwas Wichtiges zu sagen hast. Du weißt aber nicht, was du an deinem Text konkret ändern sollst – schließlich hast du so geschrieben wie immer und auch deinen Standpunkt gut rübergebracht. Das Problem ist: Du verwendest automatisch immer wieder liebgewonnene Phrasen und oft gebrauchte Wörter.

Wir alle kennen das. Auch ich tippe ungebremst vor mich hin, wenn ich mal im Schreib-Flow bin. Was dabei aber oft auf der Strecke bleibt, ist die bewusste Wahl jedes einzelnen Wortes. Schließlich sind es diese einzelnen Wörter, die bestimmen, wie kraftvoll und einzigartig dein Text ist.

Es gibt dazu einen Trick, wie du deinen Text sofort aufpolieren kannst. Sehen wir uns aber zuerst genauer an, wie dein optimales Endergebnis aussehen soll: 3 Merkmale großartiger Texte Großartige Texte zu schreiben, ist gar nicht so schwer.

Wenn du im Texten und vor allem im Bloggen erfolgreich sein willst, musst du dir nur drei einfache Wörter merken: Klar. Präzise. Fesselnd. Das sind die drei Faktoren, die gute Texte ausmachen. Großartige Texte sind leicht zu verstehen, simpel und klar. Niemand möchte lange darüber nachdenken, was du eigentlich sagen willst. Großartige Texte sind prägnant und nicht schwammig oder aufgeblasen. Sie kommen auf den Punkt und sind konkret. Großartige Texte fesseln den Leser und halten ihn bei der Stange. Es macht Spaß, sie zu lesen und man will wissen, wie es weitergeht. So einfach ist es also, großartig zu texten.

Einige Wörter der deutschen Sprache arbeiten jedoch gezielt gegen diese Kriterien. Sie verkomplizieren deinen Text, verwässern ihn und langweilen deinen Leser. Welche das sind und warum du sie vermeiden solltest, liest du hier: Diese 6 Wörter solltest du aus deinen Texten streichen!

1. Wirklich  

Das Wort „wirklich“ fügt nichts Sinnvolles zu einem Satz hinzu. Die Sätze „Das Bett ist weich“ und „Das Bett ist wirklich weich“ unterscheidet im Prinzip nichts, außer dass der Satz unnötig aufgeblasen wird. Oder kann ein Bett unwirklich weich sein?

2. Sehr  

„Sehr“ soll das Wort, das danach kommt, steigern. Aber wenn etwas sehr kalt, sehr hell oder sehr klein ist, ist es dann nicht besser eisig, blendend oder winzig? Jedes Mal, wenn du das Wort „sehr“ verwendest, solltest du sofort überlegen, wie du es ersetzen kannst. 

3. Extrem

„Extrem“ ist die Steigerung von „sehr“, das ja an sich schon ein Wort steigern soll. Doppelt gemoppelt ist etwas also extrem kalt, extrem hell oder extrem klein. Merkst du, worauf ich hinaus will? Die Verwendung von „extrem“ ist noch weniger elegant als die von „sehr“. 

4. Ziemlich 

Das Wort „ziemlich“ kann im alltäglichen Gebrauch für viele Abstufungen stehen: „ein bisschen“, „fast“ oder „komplett“. Was meinst du genau, wenn du schreibst, dass etwas „ziemlich unbrauchbar“ ist? Werde konkreter und präziser! Dasselbe gilt für das Wort „eigentlich“. 

5. Vielleicht 

Möglicherweise solltest du dieses Wort aus deinen Texten streichen. Oder: Du solltest dieses Wort aus deinen Texten streichen! Was ist klarer? „Vielleicht“ und „möglicherweise“ bringen Unsicherheit und Inkompetenz in deinen Text. 

6. Irgendwie 

Der Ausdruck „irgendwie“ macht irgendwie nie einen guten Eindruck. Er bezeichnet, dass etwas halbfertig, unausgegoren oder unüberlegt ist. Lass das Wort einfach weg oder drücke klarer aus, was du genau meinst.