Ach, bleibt mir doch weg mit Venedig! – All dieses romantische Gesäusel von der Stadt der Liebenden, die Touristenfotos aus der „Lagunenstadt“, die Klischees von den Tauben auf dem Markusplatz: So sehr ich Städtereisen liebe, so sicher war ich mir, dass Venedig und ich niemals Freunde würden. 

Bis ich durch eine glückliche Fügung 24 Stunden in einer kleinen Wohnung in einer kleinen Seitenstraße wenige Fuß-Minuten vom Piazzale Roma entfernt verbrachte.
 

Venedig ist und bleibt besonders!


Was soll ich sagen: Ich war bereits am ersten Tag rettungslos verloren. Total verknallt in diese wunderbare, malerische, überfüllte, zerfallende, auf Hochglanz polierte Stadt. Ich muss immer wieder nach Venedig reisen. 

Dabei liebe ich die abgelegenen Ecken ebenso wie die Haupt-Attraktionen. Ich bin noch nie mit der Gondel gefahren. Dafür habe ich schon zweimal die Biennale, die große dezentrale Kunstausstellung, erlebt, zu der die Stadt noch überfüllter ist als sonst.

Und ja, Venedig ist von Touristen überfüllt. Überall versuchen fliegende Händler dir etwas anzudrehen. An der Piazzale Roma, dem zentralen Busbahnhof, kostet ein Toilettenbesuch so viel wie anderswo eine Tasse Kaffee.

 

Venedig ist klein und teuer


Ganz gleich: Wenn ich in Venedig bin, blende ich das alles aus und genieße la Serenissima, die „Durchlauchtigste“ in ihrer ganzen historischen und aktuellen Herrlichkeit. Klinge ich überschwänglich? Bin ich auch. Entschuldigung. 

Daher kann ich euch einen Kurztrip nach Venedig nur empfehlen. Wenn ihr Glück mit dem Flug habt und eine bezahlbare Unterkunft findet, lohnt sich die Reise. Plant aber auf jeden Fall etwas Budget ein. Die Stadt ist wirklich teuer! Angefangen von den 30€ für eine 2-Tages-Fahrkarte bis zum Dinner, welches in der Innenstadt ab 25€ beginnt. Daher vorher alles gut durchplanen, denn somit spart ihr auf jeden Fall eine Menge Geld.

Da Venedig wirklich klein ist, lohnt es sich einfach durch die Gegend zu laufen ohne Reisefüher und ohne GPS. So könnt wirklich die Stadt am Besten auf euch wirken lassen. Oder ihr setzt euch in eins der vielen Transfer-Boote und steigt dann aus, wenn es euch von der Umgebung her zusagt!
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