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Spontane Aktionen sind ja fast immer die lustigsten und daher muss ich euch die kurze, aber durchaus mehr als amüsante Story zu meinen zwei Tagen mit langen Haaren erzählen.

Letzten Donnerstag war ich nämlich noch mit einer Freundin aus der Uni in Altona unterwegs, als wir recht zufällig an einem Afro-Shop vorbeischlenderten. Da sie sich noch Öl für ihre Haare kaufen wollte gingen wir rein, um uns etwas umzugucken. Dann kam das Eine ziemlich schnell zum Anderen. Wir blieben in der Ecke mit den Extensions hängen und waren nicht nur von den Preisen mehr als angetan, sondern auch der Option sich diese sofort und innerhalb von einer halben Stunde in die eigenen Haare einnähen zu lassen überzeugte uns. Ich wollte schon immer das Feeling ausprobieren mit langen Haaren durch den Wind zu laufen und mir einen Dutt zu machen. Somit landeten wir beide nach einer halben Stunden Pro und Contra Abwägung auf dem Frisörstuhl, um uns die Dinger einnähen beziehungsweise einflechten zu lassen. Was mich jedoch so wirklich erwartet, wusste ich nicht, was wiederum auch besser war ... da ich mich dann wohl doch unentschieden hätte. 

So saß ich mit großer Vorfreude auf dem Frisörstuhl und die Dame fing nach und nach meine Haare zu flechten und zwischen meine Haare Extensions einzuflechten um sozusagen Linien zu bekommen um schlussendlich die Tressen in diese zu vernähen. Da kann ich jedem sagen, das tut scheiße weh. Vor allem bei dünnen Haaren. Diese Technik ist schlichtweg nicht für das Haar von Europäern gedacht. Das hätte ich mir auch denken können ... aber egal dachte ich mir, wer schön sein will muss leiden! Nach etwa einer Stunde und nicht einer halben Stunde, waren die Dinger eingenäht und ich spürte an jeder Ecke meiner Kopfhaut ein Ziehen und Brennen. Doch die Freude, die Dinger endlich im Haar zu haben überwiegte und so stolzierte ich aus dem Afro-Shop auf die Straße und fühlte mich recht unwohl in meiner Haut. 

Ich saß nämlich wie aus den 90gern entflohen aus. Leider war kein wirklich vorteilhafter Schnitt in den Haaren drin und da mein Deckhaar recht kurz war, musste ich einen mehr als auffälligen Mittelscheitel tragen um die Tressen zu überdecken. Die erste und auch die zweite Nacht waren der Horror. Ich konnte mich sowohl nicht auf die rechte als auch linke Seite hinlegen. Die Übergänge finden an zu jucken und das Ziehen wollte nicht aufhören. Auch die Optik sagte mir nicht zu... ich musste mir eingestehen. Lange Haare passen einfach nicht zu mir und erst recht nicht eingenähte Tressen. 

So versuchte ich etwas verzweifelt die Tressen irgendwie rauszubekommen, doch das kriegt man niemals alleine und ohne Rasierklinge hin. Hätte ich das früher gewusst, so hätte ich mir nicht so viele Haare mit abgeschnitten. Denn ich versuchte es, so naiv wie ich bin alleine im Bad geben zwei Uhr mit einer Schere. Ich liebe diese spontanen und unüberlegten Mitternachtseinfälle. Eine Tresse löste ich so ab, aber der Rest wollte nicht raus. Das hieß am nächsten tag Notruf bei meiner besten Freundin. Sie hat mir dann am nächsten Morgen die Tressen löste und ich mehr als froh in den Spiegel schaute. 

Also an alle da draußen, Finder weg von Afro-Shop Extensions sowie der Technik sich die Dinger einnähen zu lassen. Das ist nicht für das europäische Haar gedacht, tut scheiße weh, sieht unecht aus und lässt sich nur schwer mit dünnen Haaren überdecken!